2 "Aktiv-Wochen" in Agia Galini

Jack und ich flogen am 24.9., Doris konnte nur eine Woche Urlaub nehmen und kam am 1.10. nach.
Flug (über Gulet) mit Lauda Air zu € 364,- pro Person (nicht gerade ein Schnäppchen)
Gewohnt haben wir wie immer bei Nikos Mamalakis im "Haus Stelios" zu € 25,-/DZ


Samstag, 24.9. - Anreise

05:05 - 08:35 Flug Wien-Heraklion
Nach dem ersten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung in Form eines "special-price"-Taxifahrers und seinen genannten € 70,- nach Agia Galini beschließen Jack und ich, mit dem öffentlichen Bus zu fahren. Direkt vom Flughafen, nur wenige Meter nach dem Ausgang, fährt der Bus Nr. 1 in die Stadt zum Busbahnhof nach Westkreta. Das Ticket dafür macht € 0,70 bei nicht ganz zehn Minuten Fahrzeit. Ab dort gibts den Bus Nr. 43 nach Agia Galini, und das um nur € 6,- inklusive Klimaanlage und Sitzplatzreservierung. Also gleich am ersten Tag quasi mehr als € 56,- gespart - der Abend ist finanziert! Um 10:30 gehts los, die Wartezeit verbringen wir gemütlich beim ersten kühlen Frappee und können uns so schön langsam eingewöhnen und das Leben und Treiben am Busbahnhof beobachten.

12:35 Agia Galini und 30°C. Bei Niko der selbe Ablauf wie immer: das Zimmer ist bereit, auf der Theke steht ein kühles Bierli und dazu gibt es eine Kleinigkeit zu essen. Nach dem Begrüßungstratsch beziehen wir unser Zimmer (Nr. 103, oben rechts) und starten zu einer ausgiebigen "Dorfrunde", die in Kostas Taverne am Strand endet. Seeehr angenehm, wieder hier zu sein... Von Niko erfahre ich, dass Beate & Paul auch in Galini sind und bei ihm wohnen. Das ist aber eine große Überraschung für mich!

Der Abend in Miros Cafe wird lang. Paul und ich haben uns seit 1982 nur mehr zweimal gesehen und Beate, seit sie in Irland lebt, auch nicht öfter. Umso mehr freuen wir uns über dieses völlig unerwartete Zusammentreffen!

Werner scheint Besuch zu haben; er war den ganzen Tag nirgendwo zu sehen. So hinterlege ich die mitgebrachten Sachen (Brot, Speck, Wein) bei Elias.


Sonntag, 25.9. - Agios Jorgos

Wir schlafen etwas länger und auch das Frühstück geht nicht so flott aus der Hand wie sonst. Der gestrige Abend sitzt uns noch in den Knochen...
In der Nacht habe ich Besuch bekommen, eine von Nikos Katzen liegt bei mir im Bett und weckt mich mit ihrem lauten Schnurren - weswegen sie ab sofort "Trafo" heisst.

Etwa mittags marschieren Jack und ich entlang der Steilküste die etwa 4,5 km nach Agios Jorgos. Diesmal möchte ich endlich auch das letzte Stück Weg "richtig" gehen, wir halten uns eher weiter unten und kommen doch wieder in ziemlich ungehbares Gelände. Zuletzt müssen wir noch, schon in Sichtweite der Zufahrtsstraße, einen Steilabbruch umgehen. Es ist wohl doch am besten, die erste sich bietende Möglichkeit zur Schotterstraße hinauf zu gehen. Sonst verliert man sich zwischen Gestrüpp und Felsen.

Der erste Nachmittag in Agios Jorgos vergeht schnell und wir wandern wieder zurück nach Agia Galini.
Um zehn Uhr ist Treffpunkt bei Miro, wir fahren heute Essen zu Agamemnon nach Kentrohori. Zu sechst (Werner, Alexandra, Beate, Paul, Jack, ich) kann man sich da schon ganz schön durchkosten. Die Vorspeisen: Tomaten auf Paximadia, marinierte rote Rüben, Bohnenpürree mit Zwiebel, Tsatsiki, frittierte Zucchini, gefüllte Weinblätter, pikante Würste vom Grill, mit Feta gefüllte rote Paprikaschoten, Schnecken, gegrillte Leber, gebackene Hühnerfleischstücke, Spinattäschchen, Margiritsa; als Hauptspeise wurde Ziegenfleisch und dazu mit geriebenem Hartkäse überstreute Teigwaren serviert. Zu diesem Zeitpunkt kann wohl keiner in der Runde noch hungrig gewesen sein. Danach hatten wir noch mit Honig übergossenen Fetataschen, eine Obstplatte und kandierte Weichseln in Joghurt zu bekämpfen... Zum Glück gabs dazu Wasser, Wein und Raki in unbegrenzter Menge! Das waren somit nach Adam Riese siebzehn Gänge; verrechnet wurde uns eine Freundschaftspauschale von € 13,- pro Person. Das ist ja wohl mehr als akzeptabel.


Montag, 26.9. - Agia Galini

Ein ruhiger Tag in Agia Galini. Mittags an den Strand, einfach faulenzen und sonst gar nix.
Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit; die schweren Wolken, die auch gestern Abend schon über den Bergen waren, ziehen sich immer weiter herunter und mit dem auflebenden Nordwind wird es auch unangenehm kühl. Also packen wir unsere sieben Sachen und brechen auf zu einer Dorfrunde.
Endstation ist Miros Hotel Erofili, ziemlich oben am Berg. Es ist niemand zu sehen, nur von irgendwo klingt eine Lyra. Aha, Miro beim Üben. Hin und wieder tritt er gemeinsam mit Psarantonis, dem wohl berühmtesten kretischen Musiker, auf, und ist so auch ein wenig bekannt. Wir sitzen ein Weilchen zusammen, nehmen ein kühles Bierchen zu uns, quatschen über Gott und die Welt und genießen den weiten Ausblick von hier oben über den Ort und aufs Meer hinaus. Irgendwann greift Miro zur Lyra und beginnt zu spielen. So kommen wir in den Genuss eines "Privatkonzertes". Viel zu schnell vergeht die Zeit und es dämmert schon, als wir uns wieder verabschieden.

Den Abend verbringen wir in Miros Cafe, es ist der letzte Tag von Beate & Paul; morgen fliegen die beiden wieder heim nach Irland.


Dienstag, 27.9. - Agios Jorgos

Gemütliches Frühstück im Haus. Mittags reisen Beate & Paul ab.

Wir gehen nach Agios Jorgos und verbringen einen "lazy afternoon". In der Dämmerung marschieren wir oben entlang der Steilküste zurück, das Licht und die sich daraus ergebende Stimmung sind um diese Zeit ganz besonders toll; man hat aus etwa 130m Höhe eine schönen Ausblick.

In der Nacht habe ich wieder Katzenbesuch. Irgendwann kommt sie, schläft ein paar Stunden im Bett und schnurrt das Zimmer voll. Am Morgen ist sie dann schon wieder verschwunden.


Mittwoch, 28.9. - Kokkinos Pirgos

Täglich beobachte ich den Psiloritis; Doris und ich wollen nächste Woche eine Nacht im Schlafsack am Gipfel (2456m) verbringen. Der Berg ist wolkenfrei, so wie gestern auch. Aber sonst ziehen dünne, hohe Wolken herum. Wenn das Wetter nicht stabil schön bleibt, können wir dieses Vorhaben schnell vergessen. Dann werden wir einfach am Morgen aufsteigen und nachmittags wieder herunter kommen. Aber schön wäre es schon, eine sternenklare Nacht auf Kretas höchstem Gipfel zu verbringen und einen faszinierenden Sonnenaufgang erleben zu können.

Gestern, am Weg entlang der Steilküste nach Agios Jorgos, hatte ich die Idee, eventuell einmal als "alternative" Anreise nach Agia Galini den Fußweg zu wählen. Ab Paleohora im Westen entlang der schroffen Südküste; entweder über Soughia, Loutro, Chora Sfakion, Plakias und Triopetra den ganzen Weg, was aber gut 100km und 6-7 Tage wären; oder auch nur die ersten etwa 50km davon, bis Chora Sfakion. Naja, ist halt eine Idee.

12:30 zum "drüberstreuen" bin ich nach Kokkinos Pirgos marschiert (5,2km / 1:10min). Das erste Stück Weg ab Agia Galini führt entlang der Reste der versuchten Straße, mehr oder weniger hoch über dem Kiesstrand. Fahrbar ist diese Piste nicht mehr, schon bald erreicht man den ersten Abbruch, dem noch weitere folgen. Diese werden immer tiefer und schwieriger zu durchqueren und nach den letzten, auf etwa 35m Höhe, ist ein gefahrloses Weiterkommen nicht mehr möglich. Extrem loses Geröll und ein Stück darunter ein kleiner, aber senkrechter Abbruch - nicht sehr einladend. Jeder Schritt löst eine kleine Steinlawine aus. Der ganze Hang scheint großflächig nur sehr locker zu liegen. Also geordneter Rückzug, solange noch möglich. Etwa 20m höher sieht es so aus, als ob ein Fahrweg enden würde; gut möglich, denn irgendwo weiter hinten stehen schon die ersten Gewächshäuser der fruchtbaren Messara-Ebene. Der Aufstieg erscheint mir aber zu schwierig, nur um das herauszufinden.
Der sichere Weg hinunter zum Strand führt durch die letzte tiefe Rinne (unmittelbar vor dem Rest eines Gatters). Sieht von oben zwar ziemlich heftig aus, der Abstieg ist hier aber problemlos und ungefährlich. Oberhalb dieser Rinne und ein Stück weiter auch unten am Strand befinden sich die Reste einer versteinerten Austernbank; überall ragen die Muschelfragmente aus dem Sandstein/Kiesgemisch. Ausserdem sind die Wände durchsiebt von den Wohnlöchern irgendwelcher Insekten, Sandwespen möglicherweise.
Ab hier führt der Weg zunächst noch ganz schön unterhalb der steilen Küste entlang, kurz vor Kokkinos Pirgos weitet sich das Gelände dann. Der letzte Kilometer ist wenig attraktiv; zu verschmutzt ist der Strand hier. Überall türmt sich Treibgut zu Bergen auf.

Der griechische Salat gleich in der ersten Taverne (red castle) schmeckt mir wegen des sehr cremigen, grob geriebenen Schafskäses ganz ausgezeichnet.
Von hier aus sehen die beiden Inseln Paximadia wirklich so aus, wie ein im Wasser schwimmender Elefant; da braucht man gar nicht viel Phantasie dazu!

(Am Rückweg werde ich versuchen, unten am schmalen Kiesstrand zu bleiben und nicht auf die Piste hoch zu steigen. Da gibt es eine Stelle, wo man um eine Felsnase herum durchs Wasser muss.)

Die erwartete Passage durchs Wasser fällt leider aus; der Vorsprung wurde mittlerweile durch die Brandung komplett abgetragen. An manchen Stellen ist der gehbare Strand sehr schmal, man kommt aber immer trockenen Fußes voran. Nun ist der Weg weniger reizvoll, auch ist das Gehen im tiefen Kies ziemlich anstrengend. Der schönste Abschnitt liegt in der Mitte, dort wo die Küste senkrecht abfällt und nur ein ganz schmaler Streifen zum Gehen bleibt.

Wieder in Agia Galini kehre ich bei Kostas am Strand ein, Jack ist auch dort. Mit einer Karaffe Wein und Mezedes dazu leiten wir einen gemütlichen Abend ein. Wir beobachten das Treiben gegenüber am Hafen, auch Janni läuft nach fünf Tagen Gavdos mit seiner "Anna" wieder ein. Später spazieren wir am Hafen vorbei, begrüßen Janni und seinen Sohn Kosta und werden uns wohl später am Abend noch zusammensetzen. "Unglücklicherweise" treffe ich auch noch Mathios, dessen "Agios Fanourios" auch im Hafen liegt und der sich nun ebenfalls am Abend treffen möchte. Das dürfte heute etwas länger werden...

Abendessen im Bozo´s am Hafen; zuerst ein Saganaki, dann Stifado und Juwetsi - alles ganz lecker. Und der Raki danach hat es auch in sich: der brennt ganz leicht. Ich frage mich, wie Paris (und natürlich auch alle anderen im Gastgewerbe hier) das bloß auf Dauer aushalten.

Den Rest des Abends verbringen wir im "To Steki", dem Cafenion von Mathios´ Mutter. Er selbst kommt auch und der Tag endet nett und gemütlich und gar nicht so schlimm wie erwartet.


Donnerstag, 29.9. - Agios Jorgos

Um acht Uhr bin ich schon am Hafen und helfe Janni ein wenig beim Ausladen eines Teiles seines Fanges. Vieles hat er gestern Abend schon verkauft, heute bietet er den Fisch am Platz im Ort an. Mustafa, einer seiner ägyptischen Arbeiter, erledigt das für ihn. Manches kenne ich noch von früher, einige der Fische habe ich aber noch nie gesehen. Auch die Muränen werden verkauft; vor zwanzig Jahren haben wir die nicht mal behalten, sondern gleich wieder entsorgt. Damals waren sie ein unverkäufliches Übel. Drei Wochen etwa dauert die Fischerei mit den Netzen und kleinen Haken noch, dann kommt der Kutter nach Heraklion in die Werft zum Service. Rumpf, Motor, technisches Gerät - alles gehört nach einer harten Saison wieder auf Vordermann gebracht. Im Frühjahr geht dann wieder mit großer Ausrüstung die Jagd auf den Schwertfisch los.
Mathios´ Boot ist zur Zeit auch ausser Gefecht, eine der Trommeln zum Einholen der Netze ist beschädigt um musste zur Reparatur nach Athen. Das heisst etwa 3 Tage Zwangspause. Leider ist auch bei ihm meine Chance auf eine "Mitfahrgelegenheit" gering, denn auch er wird ehestmöglich wieder nach Gavdos auslaufen; das sind dann wieder vier bis fünf Tage und das ist mir zu lange.

Vormittags marschieren wir wieder mal nach Agios Jorgos. Nach dem Abschnitt an der Steilküste geht Jack "oben" am Weg und ich versuche es nochmals "unten" durchs Niemandsland. Einen guten Weg finde ich auch diesmal nicht, letztendlich kommen wir aber zeitgleich an; "offroad" ist es halt etwas beschwerlicher.
Zur Belohnung gönnen wir uns das Standardmenü aus Michali´s einfacher Küche: Omelette Confusion, einen griechischen Salat und dazu grob geschnittene Pommes, dick mit geriebenem Hartkäse bestreut. Inklusive 2 Bierlis, etwas Wein und 2 Colas macht unsere Zeche € 14,- aus. Da lässt es sich gut leben. :-)
Als wir endlich alles weggefuttert haben und schon mehr als voll sind, stellt uns Michali noch einen Teller mit drei Fischen aus der Pfanne her - wo soll denn das bloß noch hineinpassen... Das lustige daran ist, dass er diese Fische heute in Galini gekauft hat und ich diese Fische selbst mit Janni in der Früh zum Verkauf gebracht habe.

Schwimmen, am Strand liegen und faulenzen - so vergeht der Tag. Erst gegen 18:00 brechen wir wieder auf nach Galini. Es ist superschön, in der anbrechenden Dämmerung oben entlang der Steilküste zu gehen. Die Schafe um uns haben schon einen leichten rötlichen Farbstich von der tief stehenden Sonne, die nun die Welt in ein ganz besonderes Licht taucht.


Freitag, 30.9. - Agia Galini

Au weia - das war ein langer Abend gestern...
Zuerst ein leckeres Gyros me Pitta bei Michalis, am Eck. Dann kurz in Miros Cafe und zum Abschluss in die Alibi-Bar. Dort hat es dann bis nach fünf Uhr Früh gedauert und Michalis Bierbomben mit Schnaps waren ganz schön heftig... Das wird wohl heute ein ruhiger Strandtag werden.

Genauso war es auch. Janni, Michali, Niko - alle machten heute tagsüber einen eher zerstörten Eindruck. Erst am Abend ist mein Körper wieder bereit für feste Nahrung.
Nach einem Bifteki am Eck holen wir das reservierte Auto ab, einen Suzuki Jimny Vom Autoverleih Ostria (7 Tage / € 240,-).
Das im Bild ist Pipi, die berühmteste Gans Galinis.


Samstag, 1.10. - Heraklion

5:50 Tagwache! Ich muss Dorli B. vom Flughafen Heraklion abholen. Als ich zum Auto gehe, ist es noch trocken; ich bin noch nicht mal bei der Ortsausfahrt von Agia Galini und schon schüttet es in Strömen. Etwas ungut, bei so einem Wetter und bei Dunkelheit zu fahren. Obwohl ich sehr vorsichtig unterwegs bin, dreht es mich in der scharfen Rechtskurve am Berg hinauf wunderschön ein. Ei, lustig. Nach Timbaki hört der Regen wieder auf; vor Agii Varvara geht das Wetter wieder los, und wieder drehts mir in einer Rechtskurve das Hinterteil weg. In Heraklion mache ich eine unfreiwillige Stradtrundfahrt, einmal falsch abgebogen und schon gehts auf eine neue Runde... Aber ich hab Zeit genug und so ist das überhaupt kein Problem. Da seh ich wenigstens mal was von der Stadt! :-)

Pünktlich um 8:35 landet die Maschine. Alle Passagiere sind schon mit ihrem Gepäck heraussen, nur Dorli B. nicht. Der Rucksack fehlt. Nach einer guten Stunde fahren wir ab, das fehlende Gepäckstück soll morgen nach Galini zugestellt werden.

In Mires ist Wochenmarkt, am Morgen bei der Fahrt zum Flughafen wurden schon die ersten Stände aufgebaut und die Hauptstraße gesperrt. Wir marschieren den Markt rauf und runter, gönnen uns ein Bogatscherl, kaufen etwas Obst (Bananen, Nektarinen und Äpfel) und erreichen gegen 13:00 Agia Galini. Ich ziehe bei Jack aus und wir übersiedeln in das Zimmer 201, links unten an der großen Terrasse.

Der Nachmittag plätschert so dahin und auch der Abend verläuft ruhig. Werner bietet mir an, morgen mit ihm die Rouvas-Schlucht hochzulaufen. Wobei er mir das Wort "laufen" zu oft zu sehr betont - was mir eigentlich schon zu denken geben hätte sollen...


Sonntag, 2.10. - Rouvas-Schlucht, Triopetra

Um 7:15 holt mich Werner ab. Wir werden heute die Rouvas-Schlucht hoch"laufen". Wieder dieses Wort - laufen. Er macht das jede Woche und erwähnt schon, dass das eine eher flotte Angelegenheit wird. 53 Minuten hoch, 40 Minuten hinunter. Ich lass mich überraschen.
Über Kamares fahren wir bis kurz vor Zaros und biegen dann links ab zum Kloster Agios Nikolaos, das noch ein kleines Stück bergauf liegt.

Und jetzt kommts: Rucksack? Brauch ich nicht - stört beim herunterlaufen. Wasser mitnehmen? Brauch ich nicht - wir sind ja bald wieder da. Fotoapparat mitnehmen? Brauch ich nicht - keine Zeit zu fotografieren. Obst? Wozu - keine Zeit stehenzubleiben und zu essen... Also bleibt alles im Auto, bis auf das GPS. Werner nimmt die Stoppuhr und legt los. Der läuft ja wie ein Irrer... Ich muss mich wirklich anstrengen, um überhaupt Schritt halten zu können. Nach wenigen hundert Metern ist mir klar, das ist nicht mein Tempo. Etwas langsamer gings, aber so wäre ich nach kurzer Zeit k.o. Also lasse ich ihn ziehen und marschiere zwar flott, aber so wie es mir passt. So verschwindet er langsam aus meinem Blickfeld und ich kann entspannt die Schönheit dieser engen Schlucht genießen. Immer wieder gehts über schmale und steile Holztreppen und Stege hoch. Die Unwetter der letzten Tage hier in den Bergen haben sichtbare Spuren hinterlassen. An manchen Stellen ist der Weg verschwunden, dafür türmt sich meterhoch das Geröll und gebrochene Bäume. Nach 35 Minuten erreiche ich die kleine Brücke, mache kurz Pause und kehre wieder um und laufe locker hinunter. Als ich wieder beim Auto bin, dauert es etwa 40 Minuten, bis auch Werner wieder da ist. Alle Achtung!

Über Zaros fahren wir nach Mires und über die Hauptstraße zurück nach Galini. Um 10:45 bin ich wieder im Haus und schlürfe gemeinsam mit Doris und Jack meinen Frühstückskaffee. Trotz meines "Misserfolges" hat mir die Schlucht sehr gut gefallen und ich möchte das morgen nochmal, gemeinsam und "normal", gehen.

Am Nachmittag fahren wir nach Triopetra baden. Hier ist es heute etwas windig, aber dafür gibt es wieder super große Wellen!


Montag, 3.10. - Rouvas-Schlucht, Mires

9:15 Abfahrt nach Zaros. Am See verputzen wir unser mitgebrachtes Frühstück; danach gehts los, bergwärts.
Bei der Taverne steigt der Weg hoch zum unscheinbaren Kloster Agios Nikolaos. Bis hierher, knapp einen Kilometer, ist der Weg wenig spektakulär; ausserdem sind wir zu weit links gegangen und so in eine Sackgasse - einen unterbrechungsfrei dicht umzäunten Olivenhain - geraten. Wenige Schritte weiter, genau hinter der Taverne am See, geht der richtige, unübersehbar beschilderte Weg ab. Nach dem Kloster wird die Landschaft langsam alpiner, der Steig wird schmäler und steiler. Mit der Zeit senkt sich der Weg in den Schluchtboden, deutlich sind noch die Spuren der vergangenen Unwetter zu erkennen. Über hölzerne Treppen, Brücken und kleine Steighilfen gewinnen wir rasch an Höhe. Ein erster Rastplatz ist etwa dort, wo die eigentliche Schlucht beginnt. Leider ist die Quelle trocken, nur ein paar Tropfen braunes Wasser kommen heraus. Oben, wo der felsige Teil der Schlucht endet und der Weg flacher und waldiger wird, ist ein weiterer, netter Rastplatz angelegt. Aus grob behauenen Steinen wurden Tischchen und Sitzgelegenheiten zusammengestellt, schön schattig und angenehm kühl. Leider kommen auch hier aus der gefassten Quelle nur wenige braune Tropfen. Wir rasten ein Weilchen und nehmen das letzte Stück in Angriff. Nach etwa 2,5 Stunden wunderschöner Wanderung erreichen wir die Hochebene Rouvas mit der Kapelle Agios Joannis. Viele Ziegen weiden hier heroben, die kleine Alm ist ein sehr idyllisches Plätzchen. Aus den beiden gefassten Quellen plätschert jede Menge kaltes, erfrischendes Wasser und schnell ist der anstrengende Aufstieg vergessen. Es ist relativ kühl hier auf gut 950m Höhe. Nach etwa einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg. Zurück am See kehren wir ein auf ein kühles Frappee, mit schönem Blick aufs Wasser.

Zurück fahren wir über Zaros nach Mires. Hier wollen wir uns nach dieser aushungernden Tour ausreichend stärken. Durch Werner weiß ich von einer traditionellen Taverne, in der nichts anderes als Schweinekotelette vom Holzkohlengrill und dazu Krautsalat angeboten wird. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist das Lokal gerammelt voll, aber eben nur mit einheimischen Gästen; Touristen nehmen von diesem unscheinbaren Platz keine Notiz. Wir ergattern den letzten Tisch im hintersten Eck und können so das Treiben im Lokal bestens beobachten. Die Portionen sind echt riesig - 3 große, saftige, gut gewürzte Stück Fleisch und dazu eine gehäufte Schüssel Krautsalat, mit Olivenöl und Zitrone. Mit kleinem Hunger absolut für zwei, bei großem Hunger auch für eine Person mehr als genug. Und das für € 7,40 inklusive einem großen Mythos! Die Wirtsleute sind überaus nett und freundlich; ich habe den Eindruck, dass sie sich sehr darüber freuen, auch mal ausländische Gäste bewirten zu können. Unter den transparenten Tischdecken sind mehrere folierte Fotos eingeschoben und meine Frage, ob das Eine denn nun das Kloster Tris Ekklisies sei, beansprucht gleich mehrere Personen. Sofort wird uns nicht nur diese eine Frage ausführlichst beantwortet, sondern wir bekommen auch gleich alle anderen Fotos gezeigt und erklärt. Dieses Lokal ist wirklich ein Original. Ab etwa 16:00 ist der Andrang vorüber, das Geschäft läuft aus und am Abend ist überhaupt geschlossen. Hauptpublikum sind die Arbeiter der näheren Umgebung. Ein wirklich angenehmer Abschluss dieses Tages. Für diesen Insider-Tip hat sich Werner ein extra Bierli verdient! Danke!

Heute war eine teilweise Sonnenfinsternis, davon haben wir aber gar nichts bemerkt, auch gar nicht darauf geachtet.


Dienstag, 4.10. - Psiloritis

Am Vormittag sitzen wir lange beim Frühstück und besorgen danach im Supermarkt noch einige Lebensmittel. Heute wollen wir auf den Psiloritis (2456m) und oben in der Steinkapelle am Gipfel nächtigen. Brot, viel Wasser, ein "Fertig-Grill", Würstchen, Tomaten und eine Flasche Wein. Und Löskaffee fürs Frühstück. Das Wetter ist gut, es ist nur ziemlich windig. Die letzten Tage war der Gipfel meistens wolkenfrei und jeden Tag wurde das Wetter am Berg etwas besser.

Kurz vor 13:00 fahren wir los. Zuerst nach Lohria und von dort dann den holprigen, felsigen Fahrweg hoch bis auf 1850m. Diese 14km Strecke rumpeln uns ganz schön durch, sind aber für den Allrad-Suzuki kein Problem. Auf der Alm stellen wir das Auto ab und marschieren los, immer den Gipfel im Blickfeld, der etwa 5km vor uns die anderen dazwischel liegenden Gipfel überragt. Gut kann man bei diesem schönen Wetter die Kapelle ganz oben erkennen. Wir sind bisher schon verschiedene Wege hochgegangen, diesmal wählen wir die direkte Linie, entlang der Südflanke des Massivs. Der erste Teil der Strecke ist sehr schön und stellenweise ziemlich felsig. Einmal überqueren wir einen schmalen, steilen Grat und haben dabei immer eine tolle Aussicht nach Süden. Hier weht kaum Wind, in den Senken ist es überhaupt windstill und dem entsprechend heiss. Wir kommen gut voran. Dann kommt ein Stück Weg, wo es nur durch niedrige, stachelige Gewächse geht und das hinterlässt entsprechende Spuren auf der Haut zwischen Knöchel und Knie. Und an meinem Hinterteil - einmal setzt es mich genau in so ein Ding hinein. Ich hab zwar noch versucht, durch akrobatische Verrenkungen auf dem Rucksack aufzukommen, hatte aber leider trotzdem satten Kontakt mit meinem Allerwertesten auf dem Gewächs. Die Stachel werden wohl erst in einigen Tagen wieder alle heraussen sein... Dann haben wir einen unguten Abschnitt vor uns: an der Flanke des Vorgipfels müssen wir gute 250 Höhenmeter über grobes, lockeres und steiles Geröll hoch. Das zehrt ziemlich an unseren Kräften und kostet uns auch einiges an Zeit. Endlich gehts hoch zum Sattel und dahinter treffen wir auf den E4 zum Gipfel. Dieser ist wieder leicht gehbar, allerdings steckt uns der vergangene Abschnitt etwas in den Beinen. Ab hier sind wir auch ungeschützt dem kalten Nordwind ausgesetzt, der ganz schön heftig bläst. Um 17:30 erreichen wir den Gipfel des höchsten Berges Kretas.

Zu allererstmal raus aus den verschwitzten Klamotten und hinein in trockene, warme Wäsche. Dann Nachtlager herrichten - Isomatte und Schlafsack im Nebenraum der Kapelle. Hier drin ist ausreichend Platz für vier Personen, in der Kapelle selbst für nochmal soviele. Das Steinkuppelhaus ist rundum fensterlos und dicht, nur oben am Gewölbe ist eine verschließbare Öffnung und natürlich der niedrige, schmale Eingang. Drinnen ist es freilich genauso kalt wie draussen, aber eben windgeschützt. Die passende Platte zum verschließen des Einstieges ist nicht mehr vorhanden, somit bleibt die Türe offen.

Der mitgebrachte "instant-grill" (eine Alutasse mit Holzkohle, Rost und Anzünder, fixfertig verpackt) will nicht so recht zünden und so dauert es über eine Stunde, bis unsere Würstchen endlich bruzeln. Dafür schmecken diese umso leckerer! Dazu der Rotwein, so können wir den grandiosen Sonnenuntergang, hoch über den Wolken und geschützt im Windschatten der Kapelle, genießen. Unter uns ist der Blick zur Südküste frei, im Norden und Westen zieht die dichte Wolkendecke rasant vorbei. Weit im Westen ragen die Gipfel der Lefka Ori in die Abendsonne. Relativ rasch ist das Schauspiel vorüber und wir sitzen im Dunkeln. Nun wird unser Griller zur Heizung, denn er hat jetzt richtig durchgezündet und wir können uns noch gut eine Stunde daran die Hände wärmen. Handschuhe wären von Vorteil, es ist ziemlich kalt, so etwa 10°C.

Heraklion liegt ebenso under der dichten Wolkendecke, ist aber als großer, heller Fleck zu erkennen. Kurz reisst die Schicht im Nordosten auf und gibt den Blick auf die Hauptstadt frei. Irgendwann treibt uns die Kälte in die Schlafsäcke, so schön der Ausblick auf die Lichter unten an der Küste und der klare Sternenhimmel mit der hell leuchtenden Milchstraße über uns auch ist.


Mittwoch, 5.10. - Psiloritis

Um 6:10 piepst der Wecker.
Von Doris ist nicht viel zu sehen und hören, nur die Nasenspitze ragt aus der Mumie. Ein gutes Zeichen, so war es eine angenehme Nacht für sie. Bei mir war das anders; Deckenschlafsack zu dünn und auch zu wenig dicht am Abschluss, dazu der stetige Zug durch die doch nicht ganz dichten Steinwände und keine lange Unterwäsche - mir war die ganze Nacht arschkalt, ich habe kaum ein Auge zu gehabt. Neuer Weltrekord im Dauerscheppern.
Es ist noch stockdunkel, nur der Horizont färbt sich schon rot. Gerade rechtzeitig, um dieses Schauspiel zu erleben. Immer heller wird der Himmel im Osten, von rot über orange, dann gelb und plötzlich hebt sich die gleissend helle Sonne über die Wolken. Wir genießen unseren Esbit-Kocher-Löskaffee (Aaarghhh - ich Idiot! Mit diesen Brennstoff-Würfelchen hätt ich doch gestern auch den Griller zünden können...?!?) und die ersten wärmenden Strahlen des neuen Tages. Ach ja, das Wasser in den Flaschen hat während der Nacht tatsächlich Eis angesetzt!
Wunderschön hier oben. Diese Ruhe!

Um 8:30 haben wir unsere sieben Sachen wieder gepackt und beginnen mit dem Abstieg entlang des markierten Weges (gelb/schwarz, E4) der über die Nordflanke des Massivs führt und ganz am Schluss erst nach Süden schwenkt. Die letzte große Schleife kürzen wir etwas, gehen rechtzeitig (Wegpunkt des Autos - GPS sei Dank) nach rechts ab und sparen uns so gut 2 bis 3km durch die Hochebene. Um 11:00 sind wir wieder beim Ausgangspunkt und eine Stunde später in Agia Galini.

Den Nachmittag verbringen wir wieder in Agios Jorgos.


Donnerstag, 6.10. - "Werners Schlucht"

Heute marschieren wir endlich mal durch die "berühmt-berüchtigte, legendäre, geheimnisvolle Werner-Schlucht", die ich lange schon vom Erzählen kenne, aber noch nie gegangen bin. Zufahrt über Agii Paraskevi, danach irgendwo ab bis ans Ende des unbefestigten Feldweges. Wir - Werner, Petra, Peter, Doris und ich - steigen hinab ins trockene Bett des namenlosen Flusses, der irgendwo an der Südküste mündet. Bereits nach wenigen Schritten sind wir überwältigt von der unerwartet gewaltigen Dimension dieses Canyons. Wohnraumgroße Felsblöcke liegen wie Riesenkiesel übereinander gehäuft; wir klettern auf und ab, zwängen uns durch schmale Durchlässe und springen über finstere Spalten von Block zu Block. Manchmal ist schon einiges an Überwindung erforderlich, denn ganz ohne akrobatische Klettereinlagen ist kein Vorwärtskommen mehr möglich. Werner ist mit seinen kräftigen Händen immer helfend dabei und nimmt mit seiner Sicherheit ausstrahlenden Ruhe manchen von uns das hin und wieder aufkommende mulmige Gefühl. Einige Abschnitte sind ziemlich exponiert und anstrengend, aber mit vereinten Kräften - Werner zieht von oben, ich schubse von unten - kommen wir ale heil bis zum unteren Ende des Canyons und natürlich auch wieder retour. Bis auf zwei harmlose Ausrutscher von Doris und Peter, die beide an der selben Stelle im Wasser landen, und einigen Schrammen an den Knien geht alles gut ab. An zwei, drei Stellen mussten Peter und Doris erst davon überzeugt werden, weiter zu steigen. Nach jeweils einer kurzen Pause und dem Sammeln allen Mutes gings dann aber doch. Diese "Wanderung" ist ganz sicher nicht ohne und für ungeübte im Alleingang keinesfalls zu empfehlen! Mir hat es auf alle Fälle einen Riesenspaß bereitet, das war DAS Highlight dieses Urlaubes!

Der Trip war sehr anstrengend und sowohl Doris als auch Petra und Peter plagt danach ein heftiger Muskelkater im gesamten Oberkörper/Schulter/Armbereich.


Freitag, 7.10. - Rethimnon

Am späteren Nachmittag fahren wir mit dem Auto nach Rethimnon, weil das Wetter heute nicht ganz so schön ist. Wir spazieren durch die engen Gassen der Altstadt, machen eine Runde um den alten Hafen und zum Kastell und schlendern durch die Einkaufsstraßen. Wir besuchen einen der letzten Lyra-Bauer in seiner kleinen Werkstatt; hier habe ich mal vor vielen Jahren ein altes, desolates Instrument gekauft, weil es mir einfach so gut gefallen hatte. Eine neue, den professionellen Ansprüchen eines Musikers entsprechende Lyra kostet so um € 900,-. Billigere "Alltagsinstrumente" gibt es schon ab € 150,-. Zur Gänze handgemacht sind aber alle.

Und in einen sehenswerten Ramschladen haben wir auch einen Blick geworfen, gleich nach dem Torbogen links. Hier türmt sich die Ware, zumeist Hausrat, vom Eingang an hoch bis zur Decke, es ist wirklich kaum mehr Platz, das Geschäft zu betreten. Wenn da jemand etwas aus einer der unteren Lagen kaufen möchte...

Nach einem Frappee am Hauptplatz fahren wir wieder zurück. In Mixorrouma machen wir Halt und besuchen den alten Periklis, um eine Flasche Raki und Wein zu kaufen. Daraus wird so aber nichts - nur kaufen und gleich wieder fahren ist nicht! Da kommt ein Schnaps zu kosten, dazu Walnüsse und ein Granatapfel. Periklis freut sich über jeden Besuch, setzt sich zu uns und wir plaudern ein Weilchen, so gut es eben seine Deutsch- und meine Griechischkenntnisse erlauben. So wie der 80jährige Periklis können viele der alten Männer noch ein wenig Deutsch aus der Zeit des Krieges.

Es gesellt sich noch ein älterer Herr dazu und interessiert sich natürlich auch für uns, die Gäste. Woher wir kommen, wo wir hier Urlaub machen und warum wir in Mixorrouma sind. Die natürliche Neugierde eben.

Wir kaufen den 3 Jahre alten Hauswein, den wir zuvor natürlich ausreichend verkosten mussten und eine Flasche Raki. Gerade als uns Periklis sein gefülltes Gästebuch mit Einträgen aus aller Welt zeigt, kommt von nebenan ein Mann herein, kauft einige Flaschen Bier, lädt uns noch auf ein weiteres Glas Wein ein und fordert uns auf, doch noch drüben vorbeizuschauen. "Drüben" ist die Scheune auf der anderen Straßenseite und dort wird gerade Raki gebrannt. Eine Gruppe von etwa acht Männern sitzt bei Speis und Trank zusammen, diskutiert lautstark über alles und jeden. Wir werden freundlich begrüßt und bekommen sogleich Wein und Schweinekotelette frisch vom Grill serviert. Neben uns brennt das Feuer unter der Brennblase, am anderen Ende des Kühlers fließt der frische, noch warme Raki in den Sammelbehälter.

Nach einem Weilchen in dieser interessanten Runde verabschieden wir uns wieder, denn Michalis Taverne in Agios Jorgos ruft uns zum letzten Mal in diesem Jahr.
Ein letztes Bad im Meer, danach ein letztes Omelette Confusion & Co. und wir müssen auch hier Abschied nehmen.

Den Abend verbringen wir in Miros Cafe und in der Runde mit Werner, Petra & Peter und anderen wird es lustig und spät.


Samstag, 8.10. - Abreise

Am Vormittag räumen wir unser Zimmer und bringen unsere Sachen zu Jack hoch. Hier können wir bis abends bleiben, Niko braucht heute nur eines der beiden Zimmer.
Im Cafe treffen wir nochmal zur Verabschiedung mit unseren Freunden zusammen, um 19:00 gehts mit dem Taxi nach Heraklion. Gut, dass wir etwas früher abgereist sind, denn insgesamt drei Mal müssen wir längere Wartezeiten in Kauf nehmen: heute scheint allgemeiner Hochzeitstag zu sein, und da ist die Straße eben gefüllt mit feiernden Menschenmassen. Am Flughafen checken wir rasch ein und verlassen das Areal nochmal. Vis-a-vis an der Hauptstraße stehen so fahrbare Kantinas, da gibt es noch ein Bierli und einen letzten Ouzo - allerdings zu Apothekerpreisen...

Und irgendwann steigen wir daheim aus dem Taxi. Ende.


Notizen:

Taxi Galini-Heraklion: Nikos aus Melambes; € 55,- (organisiert von Niko)

Das Raki-Brennen beginnt in der 2. Oktoberwoche, auch in Melambes.

Täglich 10:30 Boote nach Preveli (Argonautis) und Agios Jorgos (Elizabeth)

Freitag Wochenmarkt Timbaki

Samstag Wochenmarkt Mires

In den nächsten Tagen macht Werner seine jährliche "Gewalttour": 50km von Galini nach Rethimnon, den Flussbetten und Schluchten entlang - an EINEM Tag!!!

Miro macht keine Ausflugsfahrten mehr mit seinem Segelschiff

12. November: Elias & Violeta Hochzeit

Ich glaube, ich muss mal zum Optiker; mit Nikos Brille fällt mir das Lesen viel leichter...

Mires: Kotelette vom Holzkohlengrill & Krautsalat; billig und ausgezeichnet! Nur tagsüber geöffnet, bis etwa 16:00. Keine Touris.

Am Berg nach Kastelli eine kleine Ruine, antike Tonscherben. Besonders nach Regen.

Labyrinth (ehem. Steinbruch; Munitionslager) gesperrt; Durchgang möglich.

Niko öffnet am 5. April 2006

Griechische Ostern: 23. April 2006

Schlucht im Frühjahr wasserführend